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Los Volcanos San Antonio y Teneguia
Mittwoch, 30. März 2011
Heute sind wir in Richtung Fuencaliente gefahren und haben erst den Vulkan San Antonio besichtigt. Der San Antonio ist schon lange erloschen und bereits wieder spärlich bewachsen.

Neben einem niedlichen Besucherzentrum mit einem sehr kurzen Film (in spanisch, englisch und deutsch) über die beiden Vulkane und die Umgebung, ist der San Antonio touristisch gut ausgebaut. Der ursprüngliche Weg (linksherum) ist inzwischen prohibido. Statt dessen wurde ein kürzerer und gut erschlossener (Flip-Flop tauglicher) Weg rechtsherum angelegt. Die schmalste Stelle ist jedoch nicht breiter als 1,20 Meter mit beidseitig abfallendem Abhang.

[Nachträglich, aus einem Wanderführer]
Vulkanausbrüche nach der Eroberung der Insel:
1500 Vulkan Tacande (Ende 15. Jh)
1585 Vulkan Tajuya
1646 Vulkan Martin
1677 Vulkan San Antonio
1712 Vulkan El Charco
1949 Vulkan de San Juan
1971 Vulkan Teneguia

Danach brauchte Noah dringend eine Mittagspause und ist auf dem Weg zum Roque de Teneguia eingeschlafen. (Ungefähr 5 Minuten mit dem Auto, weil man einen kurzen Umweg fahren muss; sonst könnte man ihn vermutlich auch in 15 Minuten zu Fuß erreichen. Aber für den weiteren Weg wollten wir den Wagen gleich dabei haben.)

Also haben wir Noah das Funkgerät eingeschaltet, die Fenster spaltbreit geöffnet
und sind alleine zum Roque de Teneguia runtergelaufen.

Der Roque de Teneguia ist ein Schlot und deshalb nicht aus schwarzer Lava sondern aus ocker farbenem Basalt, der nicht vom Teneguia mit Lava überzogen wurde.



Angeblich gibt es Petroglyphen auf den Felsen und eine endemische Distelart. Beides haben wir nicht gesehen - obwohl Frauke behauptet, die Flechten auf den Steinen ergäben ein Muster und wären sicher die Petroglypen. Sie hat auch bestimmt Recht damit. Der Bergführer, der vorher seiner Gruppe auf dem San Antonio angekündigt hat, ihnen die Petroglyphen zu zeigen, von denen er weiß wo sie sind, sie aber eigentlich gar nicht mehr sehen kann, hat auf genau die gleichen Steine gezeigt.

Viel spannender waren aber die „zahmen“ Eidechsen, die sich dort auf dem Felsen tummelten und fast keine Angst zu kennen schienen. Wir haben teils 4-7 gleichzeitig gesehen, eine ist uns fast über die Stiefel gekrabbelt.

Nach unserer Rückkehr hatte Noah genug Kraft getankt und ist während der Fahrt zum Teneguia (ca. 5 Minuten) vergnügt und voller Entdeckergeist erwacht.

Als erstes haben wir die heißen Spalten gesucht und auch gefunden. Die Spalten sind teils so heiß, dass man seine Hand nach wenigen Sekunden zurückzieht.
Der Geruch, nun - entweder der Vulkan pupst oder es kommen Schwefelgase aus den heißen Spalten. ;-)

Aber es war nicht so schlimm, als dass wir uns dadurch von einem Picknick hätten abhalten lassen. Wir saßen also etwas windgeschützt und hatten durch die heißen Spalten die Wärme des Vulkans im Rücken. Ein Rabe hat uns besucht und mit uns (Knoblauchbrot und Papaya) gegessen.

Gestärkt sind wir dann auf den Teneguia gestiegen.


Nach der Heimfahrt gab es Farfalle an Zuchini, in Sahnesoße und ein Bett.

Wo wir beim Thema Bett sind.
Gute Nacht!
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La Palma, Spanien