u
Mazo, Mercadillio y el Molino
Samstag, 02. April 2011
Oder auch: Die Mühlen El Molino und die Mühle des Gesetzes ... Denn auf dem Weg nach Mazo wurden wir von der Guardia Civil, hinter El Paso, in einem Kreisverkehr, freundlich heraus gewunken. Da wir wissen, dass man mit der spanischen Polizei nicht scherzen darf und erst gar nicht mit der Guardia Civil, haben wir auch dem Vorwurf zu schnell gefahren zu sein nicht widersprochen. 75 km/h bei zulässigen 60 km/h würde bei uns kaum einen stören und auch nicht besonders weh tun! (Wir hatten auf jeden Fall nicht das Gefühl zu schnell gefahren zu sein.) Hier hat der Spaß uns ein feudales Abendessen (50 EUR) gekostet.

Wir fahren jetzt nur noch brav die vorgeschriebene Geschwindigkeit. Das macht auch nichts, der Stau ist ja ab sofort hinter uns. ;-)

El Molino haben wir trotzdem noch rechtzeitig erreicht. Der Künstler ist sehr sympathisch und erklärungsbegierig. Ich hab nur etwas davon verstanden. Da er aber 20 Jahre in Venezuela gelebt hat, sprach er ein perfektes und gut zu verstehendes Spanisch, mit dem Frauke super parlieren konnte. (endlich ein Spanier den sie verstand) *g*

Die Mühle ist sehr schön renoviert und zu einem winzigen Museum gestaltet. Darin sieht man zum einen die Geschichte der Mühle, aber vor allem die Meister bei der Arbeit. Ramon y Vina Rodriguez (Ehepaar) sind die bekanntesten Ton-Keramik-Hersteller der Kanaren, welche für die Museen Repliken der alten Guanchen-Keramiken herstellen. Eine für das Museum und eine für sich. Wobei die beiden zunächst zahllose Keramikscherben gesammelt und in mühevoller Kleinarbeit rekonstruiert haben, um sie dann dem Museum in Los Llanos zu stiften. Inzwischen fertigen sie Repliken für ihren Verkauf. Wir haben auch eine hübsche Schale für uns erstanden.



Noah durfte auch fotografieren:

Wie der kundige Betrachter längst erkannt hat, handelt es sich um einen unter dem Asphalt spritzenden Bach, in einer beeindruckenden Makroaufnahme.
Erwähnenswert wäre, dass die Kamera gar nicht wasserdicht ist. (sie geht noch)


Danach waren wir im Bauernmarkt und haben etwas Honig und Käse eingekauft, frisch gepressten Zuckerrohrsaft gekostet und die urbanen Handwerkskünste (Glasschmuck blasen und Stickerei) gewürdigt. Die alten Damen haben sich sofort in Noah („el Rubio“) verliebt und eine schenkte ihm eine gestickte, gelbe Mohnblume, weil sie ihm so gefiel.

Beachtlicherweise waren mehr als 75% der Aussteller und mehr als 90 % der Kunden deutsch oder deutsch-stämmig.


Vor dem Bauernmarkt kam es dann zu einem schweren Unfall mit Personenschaden, ohne jede Fremdbeteiligung.

Aufgrund der gellenden Schmerzensschreie kamen besorgte Ausstellerinnen aus dem Markt gerannt, um den Weg zum sehr nahe gelegenen Krankenhaus zu weisen.

Nachdem der Verunglückte etwas getröstet werden konnte, fiel er gnädigerweise, auf dem Rückweg, im Auto, ins Koma.
Zur Belohnung haben wir noch auf dem Spielplatz vom Refugio El Pillar mit ihm gepicknickt.

Gute Nacht!
Stacks Image 1261

Stacks Image 1265

La Palma, Spanien