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Baranco de las Angustias
Montag, 04. April 2011
Ein Königreich für ein Paar Socken

Heute wollten wir durch den Barranco de las Angustias wandern (von ca. 200 MüM bis auf ca. 500 MüM). Der Barranco ist das Flußbett aus der Caldera de Taburiente. Caldera heißt Einsturzkrater. Und hier ist der Taburiente eingestürzt. Der Barranco de las Angustias führt also aus dem ehemaligen Vulkankrater heraus.

Da Noah auf der Hinfahrt, pünktlich zum Eintreffen im Bereich des Barranco eingeschlafen ist, haben wir die „Gunst der Stunde“ genutzt und sind mit dem Auto an dem Parkplatz vorbei und auf der anderen Seite des Tals wieder hoch gefahren. Bis zum Mirador de Los Brecitos (1081 MüM; ca. 13 km = ca. 60 Minuten Autofahrt)

Oben ist Noah dann wieder aufgewacht und hat mit uns ein paar Fotos gemacht.



Der höchste Gipfel, auf dem mittleren Foto in der oberen Reihe, ist der Pico de las Nieves und direkt rechts unterhalb der Pico de la Sabina, auf welchem wir bei unserer Tour am vergangenen Montag waren.

Als wir wieder unten am Parkplatz ankamen, stellten wir fest, dass ich keine Socken bei hatte. Denn ich war überzeugt gewesen sie in meine Stiefel gesteckt zu haben. Ein lieber Geist hat sie jedoch aus den Stiefeln entfernt. Und natürlich hat dieser liebende Geist heute vor der Abfahrt mehrfach gefragt: „Hast du Socken dabei?“ - Aber das prallte so was von mir ab. Schließlich wußte ich ja - meine Socken stecken in meinen Stiefeln und diese hatten wir ja schon seit Tagen im Auto. Für den Fall der Fälle. Man weiß ja nie ...

Ehrlich - das hat zunächst mal für weniger gute Stimmung gesorgt. Aber nachdem Noah klatschnass aber glücklich im Bergbach spielte, haben wir angefangen eine Brücke zu bauen, beziehungsweise eine Staumauer, zum Überqueren des reißenden Flusses. Nachdem sich die Gemüter im Arbeitseinsatz abgekühlt hatten, steigerten wir uns ein wenig in die Aufgabe hinein.


Dort, wo Noah steht, wird in kürze ein prachtvoller Damm entstehen.

Der Staudamm war großartig. Vor allem groß. wir hätten noch einen Flughafen dranbauen können, aber wir waren etwas in Zeitnot. Auf jeden Fall hatten wir alle drei viel Spaß.

Schaut nur genau hin, hier wurde nicht gekleckert.

Fertig. Ist er nicht toll?

Nein, hier wird nichts beschönigt. Der Staudamm maß gute 3,50 m Länge und bis ca. 1,5 m Breite.
Ja, breiter als der Gipfelgrad vom Vulkan Teneguia. ;-)

Rechtschaffend müde, Abendessen im Orinoco (Peto y Pantano für Frauke und Bernd; für Noah gab es diese Knusperkringel, die er so mag), Gute Nacht.
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La Palma, Spanien